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Jungunternehmen zieht es ins Ausland

Zürich – Der Standort Zürich bringt immer mehr innovative Jungunternehmen hervor. Manche von ihnen zieht es ins Ausland, um besser wachsen zu können. Doch die Situation verbessert sich laut einem Medienbericht.

In der Schweiz gründen, im Ausland wachsen – so sieht für manche Unternehmensgründer die Wirklichkeit. Am Standort Zürich hat sich eine Szene innovativer Start-ups entwickelt. Doch laut einem Bericht des „Tages-Anzeigers“ gehen immer noch viele von ihnen ins Ausland, um zu wachsen, oder werden von ausländischen Unternehmen übernommen. Ein Teil der abwandernden Unternehmen will Marktanteile im Ausland gewinnen. So hat Christian Mischler aus dem Zürcher Oberland den Hauptsitz seines „Hotels Quickly“ nach Bangkok verlegt. Seine App erlaubt es Hotels in Asien, leere Zimmer im letzten Moment doch noch loszuwerden. Andere Unternehmen beklagten das „unternehmerfeindliche“ Klima in der Schweiz. Die Toleranzgrenze für Experimente sei hier niedrig, in den USA oder Berlin höher. Auch die Lebenshaltungskosten seien hier hoch. Und schliesslich werden innovative Jungunternehmen auch gern von ausländischen Grossunternehmen aufgekauft. So ging Glycovaxyn in Schlieren an GlaxoSmithKline und Faceshift an Apple.

Aus der Sicht des Wirtschaftsanwalts und Zürcher FDP-Nationalrats Beat Walti verbessere sich die Lage aber. „Seit einigen Jahren wird in Zürich deutlich mehr unternommen, um junge Leute für die Innovation zu begeistern“, wird er zitiert. Die bürokratischen Hürden etwa bei der Anstellung ausländischer Fachkräfte würden dagegen eher höher. stk.