News / Kurs oder Event

VirtaMed verringert Risiko bei Schwangerschaft

Schlieren ZH - Das Schlieremer Unternehmen VirtaMed hat gemeinsam mit der US-Firma Affiliates Risk Management Services einen Simulator entwickelt, der eine bessere Diagnose der ektopen Schwangerschaft ermöglicht. Bei dieser Komplikation ist die Schwangerschaft ausserhalb der Gebärmutterhöhle eingenistet.

Die ektope Schwangerschaft ist laut einer Medienmitteilung von VirtaMed die häufigste Todesursache während der ersten drei Monate. Insgesamt käme die ektope Schwangerschaft bei 1 bis 2 Prozent aller Schwangerschaften vor, sei aber nur schwer zu diagnostizieren. Die beste Herangehensweise ist nach Angaben von VirtaMed eine transvaginale Ultraschaluntersuchung. Der nun entwickelte Simulator hilft dem Fachpersonal dabei, sich mit dieser Art der Untersuchung besser vertraut zu machen.

Die Arbeit am Simulator soll dabei helfen, die praktische Erfahrung zu ersetzen, da ektope Schwangerschaften nicht der Regelfall bei einer Schwangerschaft sind. Bei dem Simulator werden Ultraschallbilder von realen Patienten eingesetzt und den Übenden somit ein realistischer Eindruck vermittelt. Zudem werden sie mit einer Reihe von möglichen Komplikationen konfrontiert, um darauf im Ernstfall vorbereitet zu sein.

Der Simulator für die transvaginale Ultraschalluntersuchung, an dem auch die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich mitgearbeitet hat, soll zudem Fertigkeiten in der Ermittlung des Alters eines Fötus vermitteln. Dieser Vorgang ist nach Angaben von VirtaMed in der Praxis immer wieder mit Problemen verbunden. jh